Ökonomie der Bewässerung

Überblick zu ökonomischen Grundlagen der Bewässerung

Hier wird versucht so knapp und wichtig wie nötig über grundsätzliche Aspekt der Wirtschaftlichkeit der Beregnung zu informieren.

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Entnahmeentgelte für die Bewässerung

Für die Entnahme von Wasser für Zwecke der Bewässerung ist im Allgemeinen ein Entnahmeentgelt fällig. Dies ist auf der Ebene der Länder hoheitlich unterschiedlich geregelt.

Im Allgemeinen gilt zudem, dass erst ab einer bestimmten jährlichen Entnahmenge Abgaben bzw. Entnahmegelte fällig werden. Dies trifft bei landwirtschaftlichen Bewässerungsvorhaben zu, da die Schwellenwerte hierfür sehr gering sind und quasi nur eine private und und damit nicht gewerbliche Entnahme zulassen.

Entgelte für die Entnahme von Grund- bzw. Oberflächenwasser sind unterschiedlich hoch.

Im Einzelfall kann eine Ermässigung auf das Entgelt erfolgen, falls nachweislich pro Abrechnungsjahr weniger entnommen wurde als genehmigt.

Näheres regeln hierzu jeweils die Wassergesetze bzw. Verordnungen der Länder.

BundeslandEntgelt für Grundwasser-entnahme

[€/m³]
Ermässigung bei Minder-
entnahme
Entgelt für Oberflächenwasser-entnahme

[€/m³]
Ermässigung bei Minder-
entnahme
Entnahmeentgelte relevant ab jährlicher Entnahme

[m³]
Quellejährliche Meldung erfolgter Entnahme bis zum des Folgejahresgültig abKommentare
Brandenburg0,115neinentgeltfreientfällt>3000§ 40 BbgWG31.03.01.01.2018
Mecklenburg-Vorpommernentgeltfreientfälltentgeltfreientfälltentfällt§16 LWaG31.01.27.05.2016
Sachsen-Anhalt0,02ja, auf Antrag0,005ja, auf Antrag>3000§3 & §4 WasEE-VO LSA???30.12.2011Vorlagen und Formulare für eine Ermässigung und Befreiung
Sachsen0,025nein, siehe Kommemntar0,005nein>2000§ 91 SächsWG???12.07.2013allg. Ermässigung nur möglich nach §91 Punkt 11 SächsWG
ThüringenentgeltfreientfälltentgeltfreientfälltentfälltThürWG???01.04.2009in Bearbeitung, Novelle erwartet für 2019

Bewässerungswürdigkeit von Kulturen und Bewässerungsverfahren

 

Die Bewässerungsnotwendigkeit von Kulturen ergibt sich aus klimatischen Bedingungen sowie aus der existenten Bodenfeuchte. Vereinfacht dargestellt, ist bei Trockenheit die Bewässerungsnotwendigkeit für alle Kulturen grundsätzlich gegeben. Je höher der Wasserbedarf der Pflanzen und umso geringer die Wasserspeicherfähigkiet des Bodens desto höher ist die Bewässerungsnotwendigkeit. Auf Sandböden in Brandenburg aber auch im Regenschatten des Harzes kann von einer hohen Bewässerungsnotwendigkeit ausgegangen werden.

Die Bewässerungswürdigkeit begründet sich in dem wirtschaftlichen Mehrertrag der durch eine Bewässerung gegenüber einer nicht bewässerten Kultur erzielt werden kann. Eine Bewässerungswürdigkeit ist z.B. nicht immer für alle ackerbaulichen Kulturen gegeben. Auch Bewässerungsstrategien und Bewässerungstechniken haben einen Einfluß auf den wirtschaftlich erzielbaren  Mehrertrag und damit auf die Bewässerungswürdigkeit von Kulturen.

In dem EIP-Agri Projekt „Precision irrigation“ (Laufzeit 07/2016-12/2020) wurde die Bewässerungswürdigkeit verschiedener Kulturen und Bewässerungsstrategien betrachtet. Eine flipbook-Broschüre stellt die wesentlichen Ergebnisse dar.