Wasserüberleitungen zur Bewässerung in Deutschland – noch ein Thema für die Zukunft?

In einem vorherigen Beitrag informierte der FBM darüber, dass in Thüringen Brauchwasser der Talsperren zur Bewässerung eingesetzt wird.

In diesem Jahr sind hier durch die Dürre 650 ha bewässert worden. Der Bedarf hierfür war mit 1 Mio m³ etwa doppelt so hoch wie üblich.

Mediale Aufmerksamkeit hierzu war sowohl überregional als auch regional vernehmbar.

Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Westringkaskade wird im Jahr 2020 gerechnet, insgesamt werden dann 1,8 Mio m³ zur Bewässerung pro Jahr verfügbar. Zusätzliche Talsperren und Kleinspeicher werden in den kommenden Jahren für gleiche Zwecke ertüchtigt.

Dieses Beispiel zeigt, dass durch sinnvolle wasserwirtschaftliche Planungen eine Versorgung von benachteiligten Gebieten mit Bewässerungswasser aus Überschußgebieten möglich ist.


Der FBM e.V. sieht es daher als extrem gefährlich an, Planungen und Ausführungen zu solchen Vorhaben aus den Mitteltöpfen der GAK (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz) komplett zu streichen, wie es zum 31.12.2019 beabsichtigt wird (Förderbereich 7: “Andere wasserwirtschaftliche Maßnahmen”, Punkt 2.2.1 c bis d).

 

Der FBM e.V. fordert daher, auf der kommendenen  Sitzung des Planungsausschusses für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) mögliche Mittelabrufe auf Länderebene hierzu nicht nur zu verlängern, sondern hierfür auch in konkrete Fachplanungen einzutreten. Hierbei sind regionale-, überregionale und bundeslandsübergreifende Planungen und Ausführungen sehr empfehlenswert, damit die überbetriebliche Wasserversorgung zur Absicherung der Produktion von Nahrungsmitteln nicht an Verwaltungsgrenzen scheitert.


Für nähere Rückfragen steht Ihnen wie immer der FBM e.V. zur Verfügung.

 

 

 

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